Gesundheitswesen Türkei
Sekundäre und tertiäre medizinische Versorgung
Sekundäre und tertiäre medizinische Versorgung
Die gesetzlichen Gesundheitsdienstleistungen in der Türkei werden vor allem vom türkischen Gesundheitsministerium und der Sozialversicherungsanstalt (SSK), von Universitäten, vom Verteidigungsministerium und privaten ÄrztInnen, ZahnärztInnen und Apotheken bereitgestellt. Das Gesundheitsministerium ist der grösste Anbieter von Spitälern und der einzige Anbieter von präventiven medizinischen Dienstleistungen.
Im Jahre 2001 betrieb das Gesundheitsministerium 755 der total 1245 Spitäler in der Türkei. Die SSK verfügt landesweit über 120 Spitäler, in denen sich aber nur SSK-Mitglieder behandeln lassen können.
Hinzu kommen noch 42 Universitätsspitäler, 240 Privatspitäler und weitere Spitäler, welche von anderen Ministerien oder Institutionen geführt werden.
Nur 57 Spitäler, davon 28 SSK-Spitäler, haben im Juni 2002 das offizielle Qualitätszertifikat (Turkish Standards Institute ISO Quality document) erhalten.*
Finanziert wird die SSK von den Prämien ihrer Mitglieder und Angestellten, von Arbeitgebern des öffentlichen Sektors und ArbeiterInnen des privaten Sektors. Die SSK bietet weder Gesundheitsvorsorge an, noch zahlt sie dafür.
Das Gesundheitsministerium, das Verteidigungsministerium, das Ministerium für Arbeit und Soziale Sicherheit, staatliche Unternehmen so wie Universitäten und Private sind Anbieter von sekundären und tertiären Gesundheitsdienstleistungen.
Weil das Überweisungssystem oft nicht richtig funktioniert, werden die Kliniken des Gesundheitsministeriums und die SSK-Spitäler in starkem Masse für ambulante Behandlungen beansprucht, welche eigentlich in den Bereich der primären Gesundheitsversorgung fallen würden.**
Quelle: SFH
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Fußnoten
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Turkish Press, SSK Opens Ten New Hospitals, 6.7.2002.
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United Nations Information Center Turkey, Situation Analysis of HIV/ Aids Turkey
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