Jurten
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von Claudius Kern
Moderner JURTENBAU - Meilensteine einer Entwicklung
Jurtenbau-Seminar
Sa. 27. Mai 14 Uhr bis Mi. 31. Mai, 17 Uhr
Ort: in/bei meiner Jurte, Petersbergenstr. 17, 8042 Graz
Vom Eckigen zum Runden:
Die Jurte als Energie-, Wohn-, Therapie-, Meditations-, Gäste- bzw. Gemeinschaftsraum. Die schönste Art, um extrem kostengünstig, naturnah, gesund zu wohnen!
Programm: Es werden DREI Bauweisen vorgestellt und zwei davon detailliert durchgeübt: die Grundbestandteile einer Sommerjurte und die isolierte, dennoch voll mobile Ganzjahres-Wohnjurte (in ein bis zwei Tagen ab- und aufbaubar). Ergänzend wird die Strohballen-Jurte durchgesprochen. Sie ist bedingt mobil (man lässt die Strohballen vor Ort oder nimmt sie mit), dafür nochmals 1/3 preisgünstiger als die mobile Wohnjurte.
Geübt werden: Fußboden, Tragkonstruktion (Scherengitter, Wandteile, Dachteile, Eingangsbereich), Isolierung, wetterfeste Außenhülle, Lichtkuppel. Weitere Themen: transparente Wärmedämmung für Fenster bzw. noch mehr Licht, Vorbau, sanitäre Versorgung, Anschlüsse, die baurechtlichen Möglichkeiten sowie „Jurten-Gemeinschaften“. Bezüglich Heizung wird eine sensationelle Bio- bzw. Mikroben-Heizung ohne Feuer und Kamin vorgestellt - mit genauen schriftlichen Unterlagen.
Alle Baumethoden lassen sich mit durchschnittlichen Bastlerfähigkeiten und mit ganz einfachen, billigen Maschinen bzw. Hilfsmitteln durchführen. Die Baustoffe für’s Seminar (Holz, Textil, Dachplane...) werden von mir organisiert. Alle nötigen Werkzeuge sind grundsätzlich vorhanden. Alle TeilnehmerInnen bekommen Planungsunterlagen mit (auch für die Bio-Heizung).
Beschreibung: Die Jurte - ein Baumodell, ebenso genial wie billig
Jurten sind winter- und wetterfeste, kreisrunde, in ein- bis zwei Tagen aufbaubare, ‚mobile Nomadenzelte’. Entwickelt über Jahrtausende in den extremsten Klimagebieten der Mongolei und des Altai-Gebirges. Sie sind sturmfester als viele herkömmliche Wohnbauten. Sie überstehen stärkste Erdbeben, Schnee, Eis, Hitze und sogar Stürme bis 300 km/h schadlos! Sie verursachen keine Bodenversiegelung.
Und anders als viele moderne Bauten verschandeln sie nicht die Landschaft, sondern sind so zweckmäßig wie wunderschön. Ihre Einkleidung lässt sich sehr flexibel und kreativ den Bedürfnissen der Bewohner gleichwie der Landschaft anpassen.
Inzwischen wurde die traditionelle Jurtenbauweise so weiterentwickelt, dass sie die für unseren verwöhnten Geschmack erforderliche Wohnqualität bietet.
In den Ursprungsländern besteht sie größtenteils nur aus zwei Natur-Materialien: sehr wenig Holz (dünne Hartholzspanten und einfache, z.B. Haselnussstangen als Dachstreben) und der Einkleidung aus Filz. Letztere wird bei uns wegen der hohen Luftfeuchtigkeit durch wasserdichte Planen sowie durch leichteres und besseres Isoliermaterial ersetzt.
Verwendbar sind Jurten als Wohnraum, Atelier, Therapie- oder Wellnessraum, Gartenhäuschen, Ferien- bzw. Berghütte, Katastrophen- und Notunterkunft, Forschungszelt etc. Sie erfordern weder einen teuren Kaufgrund, denn sie lassen sich in 1 bis 2 Tagen umsetzen, noch eine Baugenehmigung (z.B. in der Steiermark bis 100 qm, in Bayern und Schwaben bis 75 qm!)
Diese geniale Bauweise, die im Laufe von 3 Jahrtausenden in den kargsten und strengsten Klimagebieten entstanden ist, ist selbst nach Adaption an unseren Wohnkomfort sagenhaft billig: Bei Eigenleistung kostet der qm - je nach Ausführung zwischen 50.- bis 150.-€ (gegenüber 1500 € beim normalen Bauen, incl. Handwerkerkosten). Ein weiteres Plus ist die kurze Bauzeit.
Der ‚Trial-and-error-Weg’ wäre hier die mit Abstand teuerste Komponente, deswegen bringt da ein Seminarbesuch wirklich was!
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Florian hat ein Video in Graz gedreht. Gezeigt wird die Jurte von Claudius.
Download: Jurtenvideo
Achtung: Der Film wiegt stolze
27MB!
Das heißt wer mit einem herkömmlichen Modem unterwegs ist wird lange brauchen, bis das Video auf Festplatte ist. |