Erfahrungsberichte
"Restaurant"
von Bianka
Mein 2. Besuch in der Türkei.
Ich freute mich riesig, wieder hier zu sein. Am Abend waren wir in unserem türkischen Lieblingsrestaurant eingeladen. Nun, nichts besonderes, einfach aber gemütlich.
Zu meiner Begrüßung und zu meiner Überraschung stand ein kleiner Blumenstrauß auf dem Tisch. Wo hatten sie denn bloß die Blumen her?
Es war ein wirklich schöner Abend. Die Luft war mild und nach der Hitze des Tages war man froh, wenn ein leichter Windhauch die Haut küßte. Am pechschwarzen Himmelszelt schienen die Sterne wie Diamanten um die Wette zu strahlen. Das Essen war lecker wie immer, der Raki auch. Man verwöhnte mich mit kalorienreichen Köstlichkeiten, für jeden Ernährungsberater wäre die Karriere hier beendet gewesen. Zum Abschluß des Essens gehört Kaffee und zur Feier des Tages auch ein paar Stücke Baklava. Also schwang sich Achmet, seines Zeichens Kellnerlehrling, auf sein klappriges Betriebsfahrrad und fuhr die Dorfstrasse runter, um den Kuchen zu besorgen.
Nach dem Kuchen auch noch Eis, also strampelte er wieder los.
Na kurz und gut, es war herrlich. Wie hatte ich das vermißt. Nun war es an der Zeit zu gehen. Zum Abschied mußten wir natürlich die Blumen mitnehmen. Sie hatten sie ja extra für mich besorgt.
Man nahm also die Blumen aus der Vase und gab sie ................meinem Mann???
Ich war doch ernsthaft irritiert. Hatte ich hier irgendwas nicht mitbekommen?
Mein Mann gab die Blumen mir und wir gingen.
Jetzt die Frage: Wieso gab man die Blumen nicht mir direkt?
Auflösung:
Hätte mir der Chef die Blumen direkt überreicht, hätte er meinen Mann schwer beleidigt und in seiner Ehre gekränkt. Na da muß man mal drauf kommen.
Ich war todmüde und fiel ins Bett. Da wir jedoch den ganzen Abend draußen gesessen hatten, hatte mein Mann Zug bekommen und demzufolge stand er am nächsten Morgen mit einem herrlichen Hexenschuß auf.
Na prima, die Ehefrau den ersten Tag da und der Mann erscheint am nächsten Morgen fix und fertig mit krummen Rücken auf der Arbeit. Die Kommentare seiner Kollegen könnt ihr euch sicher vorstellen - ein Schelm, der hier Böses denkt.
Bianka
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